Studierende erhalten Praxiseinblicke in die Geflüchtetenarbeit

Seit dem Wintersemester 2018 bietet Ceno in Kooperation mit dem Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Lisa Rosen von der Universität zu Köln ein Seminar für die Arbeit mit geflüchteten Menschen an. Die Studierenden der Humanwissenschaftlichen Fakultät haben die Möglichkeit, sich mit den Grundlagen differenzsensibler und machtkritischer Perspektiven für die Arbeit mit geflüchteten Menschen auseinandersetzen. Zusätzlich können sie im Rahmen einer Chancenpatenschaft mit geflüchteten Menschen einen ganz persönlichen Einblick in die Freiwilligenarbeit erhalten.

Durch Chancenpatenschaften entstehen bereichernde Verbindungen

„Chancenpatenschaften fördern den interkulturellen Austausch. Studierende und Menschen mit Fluchthintergrund kommen in Kontakt miteinander. Im gewohnten sozialen Umfeld wären diese – für alle Beteiligten sehr bereichernden Verbindungen – wahrscheinlich nicht entstanden“, erklärt Annetta Ristow, interkulturelle Trainerin bei Ceno. Gemeinsam mit Işıl Yıldırım, Diplom Pädagogin bei Ceno, bereitet sie die Studierenden mit einem Workshop zum Thema Interkulturelle Sensibilisierung auf die Patenschaften vor. Die Ceno-Mitarbeiterinnen gestalten das erste Kennenlernen, bei dem das sogenannte Matching stattfindet und sich die späteren Paten-Tandems finden. Begleitet werden die Studierenden bei ihrer Aufgabe mit Erfahrungsaustauschtreffen und dem Angebot für persönliche Gespräche.

Verknüpfung von Theorie und Praxis

Von dem gemeinsamen Seminarangebot profitieren alle Beteiligten: „Wir wissen es zu schätzen, dass die Studierenden Dank dieser Zusammenarbeit mit Ceno die Möglichkeit haben, persönliche Erfahrungen in der freiwilligen Geflüchtetenarbeit zu machen und diese theoretisch zu reflektieren“, erklärt Janine Fißmer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Erziehungs- und Sozialwissenschaften. „Für Ceno ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung zum Thema Ehrenamt und Freiwilligenarbeit  eine  Bereicherung, sie bietet uns die Möglichkeit die aktuellen theoretischen Ansätze zu diesem Thema zu  betrachten, und diese in unsere praktische Arbeit mit einfließen zu lassen“, ergänzt Işıl Yıldırım.

Große Nachfrage seitens Studierender

„Pro Semester nehmen wir maximal 20-25 Studierende auf. Die ersten beiden Seminare im Wintersemester 2018 und im Sommersemester 2019 waren voll belegt – es gibt sogar eine Warteliste“, freut sich Annetta Ristow über den Erfolg der Zusammenarbeit. „ Sowohl die Menschen mit Fluchtgeschichte, als auch die Studierenden empfinden den Austausch und die Begegnung bereichernd. Aus diesen Gründen wird das Seminar auch im Wintersemester 2019 weiter angeboten.“

 



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