Auswirkungen der geplanten Haushaltskürzungen

Am 2. September wurde der Haushaltsentwurf der Stadt Köln für 2027/2028 veröffentlicht. Vorgesehen sind erhebliche Kürzungen im sozialen Bereich – mit direkten Auswirkungen auch auf die Arbeit von Ceno & Die Paten e.V.

Für Ceno bedeuten die geplanten Kürzungen einen Wegfall von 48 % der bisherigen kommunalen Mittel. Damit wird eine wichtige Grundlage unserer Arbeit als Ehrenamtsagentur massiv geschwächt.

Zwei Bereiche sind konkret betroffen:

KABE – Förderung der Ehrenamtsvermittlung: Die KABE-Förderung bildet einen Grundpfeiler unserer Arbeit als Ehrenamtsagentur. Sie ermöglicht die Vermittlung, Beratung, Qualifizierung und Begleitung von Ehrenamtlichen und Interessierten sowie die Entwicklung und Weiterentwicklung von Engagementangeboten. Für die sechs Kölner Träger, die diese Arbeit leisten, sollen die Mittel bis 2027 insgesamt um 12 % sinken. Dabei wurde die Förderung bereits seit zwölf Jahren nicht erhöht und ist schon heute nicht auskömmlich. Für uns ist deshalb klar: Ehrenamt braucht Hauptamt. Damit Menschen sich engagieren können und Engagement nachhaltig wirkt, braucht es hauptamtliche Strukturen, die beraten, vermitteln, qualifizieren, vernetzen und begleiten.

mehr Infos: Positionspapier KABE Förderung

Koordination ehrenamtlicher Geflüchtetenarbeit: Ceno koordiniert die ehrenamtliche Geflüchtetenarbeit in den Stadtbezirken Kalk und Porz. Die Koordinator:innen sind Ansprechpersonen für Menschen, die sich engagieren möchten, unterstützen bestehende Initiativen bei Fragen und Herausforderungen, bringen Engagierte zusammen, entwickeln neue Angebote und machen Bedarfe sichtbar.

Diese Koordination gibt es in allen neun Kölner Stadtbezirken. Ergänzt wird sie durch zwei stadtweite Anlaufstellen – das Forum für Willkommenskultur und den AK Muslimische Geflüchtetenarbeit. Gemeinsam bilden sie den AK9+. Die kommunale Förderung dieser Koordinationsstellen bei insgesamt acht Trägern soll ab 2027 vollständig entfallen. Bei Ceno betrifft das zwei halbe Stellen für die Stadtbezirke Kalk und Porz.

weitere Infos: Positionspapier Mindeststandards

Die geplanten Kürzungen betreffen nicht nur einzelne Stellen oder Förderbeträge. Sie gefährden Strukturen, die ehrenamtliches Engagement in Köln ermöglichen und stärken. Wenn Unterstützngsangebote wegfallen oder reduziert werden, fehlen wichtige Anlaufstellen für Menschen, die sich engagieren möchten, ebenso wie für Initiativen und Organisationen, die auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen sind. Gerade angesichts der vielen Herausforderungen in unserer Stadt braucht es verlässliche Strukturen für Engagement. Denn Ehrenamt ist unverzichtbar – und Ehrenamt braucht sichere Strukturen.

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