Luca Keßler ist für 10 Stunden in der Woche als Freiwillige in der OGS der Deutzer Grundschule Alter Mühlenweg mit dem Förderschwerpunkt Sprache im Einsatz. Wir haben mit der 18-Jährigen über ihre Erfahrungen gesprochen.

Was haben Sie vor dem Freiwilligendienst gemacht?
Luca Keßler: „Ich habe in diesem Jahr das Abitur gemacht. Unter Corona Bedingungen war das seltsam. Lange Zeit wussten wir gar nicht, ob wir die Abiturprüfungen überhaupt schreiben oder es ein Einheitsabitur geben wird. Daher hat sich das Lernen manchmal sinnlos angefühlt. Letztlich war ich sehr froh, dass wir ein normales Abi schreiben konnten. Es gab allerdings keine Abi-Feier, keine Motto-Woche und keinen Abi-Gag. Auf all das haben wir alle uns sehr gefreut. Das ist dann schade, wenn es einfach wegfällt.“

Wie sind Sie auf Ceno gekommen und was hat sie vom Freiwilligendienst überzeugt?
„Noch bevor ich mit dem Abi fertig war, bin ich mit meiner Mutter zu einer Infoveranstaltung am Neumarkt gegangen. Dort wurden Ceno und der Freiwilligendienst vorgestellt. Ich fand es super, dass es keine Vollzeitstelle ist. Ich möchte im nächsten Jahr mit einem Studium im künstlerischen Bereich beginnen. Darauf kann ich mich neben dem Freiwilligendienst mit einem Mappenkurs vorbereiten. Bis vor kurzem habe ich zusätzlich in einem Café gejobbt, das jetzt aber geschlossen ist.“

Was sind genau Ihre Aufgaben in der Einsatzstelle?
„An drei Tagen in der Woche gehe ich um 12 Uhr in die Schule, dann ist der reguläre Unterricht für die Kinder vorbei. Meist gehen wir erst einmal mit den Kindern nach draußen. Dort dürfen sie frei spielen. Ich begleite die Kinder dabei und spiele mit ihnen. Häufig unterstütze ich sie dabei, für Konflikte mit Klassenkamerad*innen Lösungen zu finden. Nach der Zeit draußen gehen wir in den Gruppenraum zum gemeinsamen Mittagessen. Hier teile ich z. B. das Essen aus. Danach helfe ich die Kinder bei den Hausaufgaben. Wenn die erledigt sind, gehen wir entweder noch einmal an die frische Luft oder die Kinder kommen in meine Kunst AG, die ich seit neuestem anbiete. Die kreative Auszeit nach der Schule kommt sehr gut an. Danach geht es zur „Schmauszeit“ in den Gruppenraum und um viertel vor vier bringen wir die Kinder zum Bus.“

Was macht Ihnen dabei besonders viele Spaß?
„Die Kunst AG macht mir sehr viel Spaß. Wir basteln, z. B. Masken, Kürbisse oder Fledermäuse an Halloween, arbeiten mit Acrylfarbe und ich zeige den Kindern wie man zeichnet. Die Kinder dürfen sich kreativ ausprobieren. Für mich kommt es auch in Frage Kunst auf Lehramt zu studieren. Durch die AG erfahre ich, wie es ist mit Kindern künstlerisch zusammen zu arbeiten. Das hilft mir bei meiner Zukunftsplanung! Für mich ist es herrlich zu sehen, wie die Kinder miteinander umgehen und in ihre Lebenswelt einzutauchen. Sie sind wahnsinnig lieb zu mir und mögen mich. Das macht mich froh! Als Freiwillige kann ich etwas dazu beitragen, dass die Kinder groß werden. Schule ist ein wichtiger Teil ihres Lebens. Jedes bisschen Zeit, das wir in die Kinder investieren bringt ihnen etwas.“

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
„Ich werde hoffentlich bald studieren und hoffe sehr, dass das im nächsten Jahr unter normalen Umständen möglich sein wird.“

Weitere Informationen zum Freiwilligendienst finden Sie hier.

Impressionen aus der Kunst AG von Luca Keßler: