Anas Zakrour floh 2015 aus Syrien und arbeitet heute als Apotheker unter Aufsicht in Köln

Im Februar 2018 übernahm Bernhard Spurk seine erste ehrenamtliche Aufgabe als Ankommenspate bei Ceno. Er unterstützte Anas Zakrour beim Lernen der deutschen Sprache. Der 27-jährige Syrer floh 2015 mit seiner Familie nach Deutschland. „Kurz bevor Anas seine erste Stelle als Apotheker in Damaskus hätten antreten können, musste er fliehen. Sein Ziel definierte er klar: Er wolle auch in Deutschland seinem erlernten Beruf nachkommen, erklärte er mir“ so Spurk. Doch der Weg zum Ziel war steinig, denn die Voraussetzungen waren hoch. Anas musste die Deutschprüfung B2 und eine Fachsprachenprüfung erfolgreich absolvieren. Schnell wurde klar, dass diese Aufgabe eine normale Ankommenspatenschaft, bei der sich die Tandems 3-mal für drei Stunden in 6 Wochen treffen, überschreiten wird.

Das Erfolgsrezept: Dran bleiben trotz Niederlagen        

Das Paten-Tandem traf sich in Hochphasen täglich und übte 5 bis 6 Stunden deutsch. Trotzdem fiel der 27-jährige bei der Prüfung durch. Diesen Tiefschlag galt es für beide erst einmal zu verarbeiten. „Ich hatte das Gefühl, das richten zu müssen was Lehrer in Deutschkursen verpasst haben“, erklärt Spurk, der vor seinem Ruhestand im IT-Sektor arbeitete. „Ich habe trotzdem immer an Anas geglaubt. Beim Üben haben wir den Fokus darauf gelegt nicht nur auswendig zu lernen, sondern die Sprache wirklich zu verstehen.“

Parallel zum Deutsch lernen bekam Anas die Möglichkeit 1- bis 2-mal in der Woche „Schnupperstunden“ in einer Kalker Apotheke zu absolvieren. Eine weitere Patin, die selbst Apothekerin war, half dem Syrer beim Üben für die Fachsprachenprüfung. Der Kalker Apotheker, der Zakrours Motivation und seine höfliche Art sehr zu schätzen wusste, stellte ihm ein tolles Angebot in Aussicht: Nach erfolgreicher B2-Prüfung und Fachsprachenprüfung könne er in Teilzeit in seiner Apotheke arbeiten!

„Es hat sich auch für mich gelohnt Anas zu unterstützen“

Schritt für Schritt arbeitete Zakrour mit Unterstützung seiner Paten an seinen Zielen. Ende 2018 stellte sich der große Erfolg ein: Er absolvierte beide Prüfungen erfolgreich! „Heute arbeitet Anas in Teilzeit als Apotheker unter Aufsicht in Kalk, wo er auch eine eigene Wohnung hat. Anas unermüdlicher Fleiß und seine Motivation trotz der Niederlagen, haben sich definitiv ausgezahlt. Auch für mich persönlich hat es sich gelohnt Anas ein Jahr bei seinem Weg zu begleiten“, resümiert Spurk.

Weiterer Informationen zum Projekt Ankommenspaten für Geflüchtete finden Sie hier.



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