
"Ein Geben und Nehmen zwischen Jung und Alt..."
Roland Krüger
Generali Zukunftsfonds

"Ich unterstütze das Patenprojekt, weil..."
Eva-Maria Heinen
Förderpatin
Zwei Generationen aber ein Team
Seit etwa zwei Jahren läuft die bundesweite Aktion „Generationenübergreifender Freiwilligendienst“. Ziel des Pilotprojektes ist es, herauszufinden wie und in welchem Maße ein gemeinnütziges Engagement von Bürgern aller Altersklassen geweckt werden kann. Unterstützt vom Centrum zur nachberuflichen Orientierung (Ceno & Die Paten e.V.) und dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V. hat sich im Raum Köln-Bonn eine besondere Variante herausgebildet und bewährt. Die Freiwilligen schließen sich zu Teams zusammen, die immer aus Mitgliedern verschiedener Generationen bestehen. Jung und Alt können dabei nicht nur viel voneinander lernen, sondern ergänzen sich bei den Aufgaben, verrät Ulrich Bauer (58), dienstältester Freiwilliger in Köln. Er ist seit Beginn des Projektes an der Förderschule am Kolkrabenweg in Vogelsang aktiv. Gemeinsam mit seinen Juniorpartnern hilft er den Schülern bei den Hausaufgaben, spielt Fußball oder übt Lesen mit ihnen. Genau wie der ehemalige Oberstleutnant fühlen sich viele Rentner zu jung für den Ruhestand und suchen nach Aufgaben.
Es gehe gerade bei älteren Freiwilligen darum, ihre enormen sozialen Kompetenzen zu nutzen, die ansonsten weitgehend brach lägen, erklärt Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes. Für Jugendliche sei es eine Gelegenheit, gleich nach der Schule Verantwortung zu übernehmen und Arbeit im Team zu erlernen.
Julia Mexis wartet derzeit auf einen Studienplatz für Grundschulpädagogik. Sie arbeitet zusammen mit ihrer Seniorpartnerin an der Förderschule mit Schwerpunkt Lernen in der Martin-Köllen-Straße in Kalk. Die Arbeit mache Spaß und sei eine gute Chance, Erfahrungen im Umgang mit Kindern zu machen.
Auch Arbeitslose zeigen Interesse nicht nur, weil sie auf diese Weise das weit verbreitete Gefühl des Unnützseins überwinden können, es haben auf diesem Weg auch schon Leute den Weg in eine reguläre Beschäftigung gefunden. Das Projekt soll ausgebaut werden. Interessierte wenden sich an www.ceno-koeln.de
Kölner Wochenspiegel vom 30.5.2007



