Gemeinsame Interessen

Stadtteilkonferenz Seniorennetzwerk Deutz im Islamischen Kulturzentrum

DEUTZ. Die Teilnehmer der dritten Stadtteilkonferenz des Seniorennetzwerkes Deutz setzten sich einmal mehr aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessengruppen zusammen. So waren Ehrenamtler, Mitarbeiter in Pflegediensten, der Caritas, des DRK und von Nachbarschaftsinitiativen ins Islamische Kulturzentrum gekommen, um sich dort über dessen Arbeit zu informieren und Probleme im Bezirk anzusprechen.

Nachdem Ali Esen, Vorsitzender des Kulturzentrums, die Einrichtung vorgestellt und ihre Aufgaben erläutert hatte, ging es um die Versorgung und Vernetzung älterer Migranten. Dabei wurde deutlich, dass sich viele Pflegeeinrichtungen mehr als bisher mit dem Thema beschäftigen müssen: Zurzeit ist es noch die Ausnahme, dass ausländische Mitbürger in Alten- und Pflegeheimen untergebracht sind. Allerdings vollzieht sich hier ein stetiger Wandel.

Im "interkulturellen Garten" sollen Migranten gemeinsam mit hier aufgewachsenen Menschen gemeinsam ein Gartengrundstück pflegen. Dann stand die Verkehrsanbindung des Konstantinveedels im Vordergrund. "Die Erreichbarkeit des Konstantin-Forums für ältere oder gehbehinderte Menschen ist nicht gut", sagt Sabine Ludwig, Projektleiterin des Netzwerkes.

Schließlich gab es noch einen Hinweis auf die Geschichtswerkstatt: Hier wird die Zeit der Nationalsozialisten aufgearbeitet. Ein wichtiges Mittel ist die Befragung von Zeitzeugen. "Die Vorstellung dieser Ergebnisse in Schulen oder anderen Einrichtungen soll für mehr Kommunikation zwischen den Generationen sorgen", sagt Ludwig.

Das Seniorennetzwerk Deutz freut sich über Interesse oder Mitarbeit. Informationen unter Telefon 800 83 70. (two)

Kölnische Rundschau vom 15.5.2007