
"Ein Geben und Nehmen zwischen Jung und Alt..."
Roland Krüger
Generali Zukunftsfonds

"Ich unterstütze das Patenprojekt, weil..."
Eva-Maria Heinen
Förderpatin
Pionierarbeit hilft jungen Leuten
Agentur führt lebenserfahrene Menschen mit Jugendlichen zusammen, die ihren Weg noch suchen
(Von Kirsten Boldt)
„Wir wollen mal unsere Erfolge feiern“, sagte Ceno-Vorsitzende Gabriele Wahlen zur Eröffnung des Festes im Freien Werkstatt Theater. Das Centrum zur nachberuflichen Orientierung (Ceno) & Die Paten besteht seit zehn Jahren, hat sich zu einer modernen Agentur für Frauen und Männer über 50 entwickelt, die sich für junge Menschen sozial engagieren.
Speziell das Paten-Modell, beidem erfahrene Ältere Jugendlichen und jungen Erwachsenen über einen längeren Zeitraum hinweg zur Seite stehen, hat landesweit Nachahmer gefunden. Schirmherr und Oberbürgermeister Fritz Schramma freue sich mit den Aktiven, die inzwischen 120 junge Leute betreut haben. 20 Mitarbeiter und 80 ehrenamtlich Engagierte zählt Ceno heute. Von den Höhren und Tiefen ihrer Einsätze erzählten einige in Rap-Form und einer Gesprächsrunde. Dass für den Start auch das passende Klima politische Klima herrschen musste, berichtete Peter Fettweis vom Familienministerium : „Es war neu, die Kompetenzen älterer Menschen ins Denken einzubeziehen.“ 2005 erhielt der Verein den Kölner Ehrenamtspreis.
Wie verwilderte Gärten
Warum engagiert man sich nach seiner Berufstätigkeit für junge Menschen? Für Rainer Rischke keine Frage: „Ich hatte einen anspruchsvollen Beruf undführte mich mit 52 Jahren zu jung, um nur die Geranien zu gießen.“ Viele Jugendliche seien wie verwilderte Gärten. Man müsse ihnen soziale Regeln und Ordnung beibringen, ihren Familien einen Weg aufzeigen. „Wenn man dann nach einem Jahr feststellt, der wird Koch, dann ist das einfach Klasse“, schwärmte der Pate. „Das ist Pionierarbeit.“
Derzeit werden besonders junge Menschen gesucht, die sich im Freiwilligendienst des Projektes „Ge-Mit Köln“ engagieren wollen, in offenen Ganztagsschulen Kindern bei den Hausaufgaben helfen und bei der Freizeitgestaltung aktiv werden.
(KStA/31.10.2008)



