"Action" beim Dreh auf dem Schulhof: Bei der Lösegeldübergabe können die Entführer gestellt werden.

Kölner Wochenspiegel, 21.04.2010

"Filmreife" Schüler

Christiane Ruff drehte mit Astrid-Lindgren-Grundschülern einen eigenen Krimi

 

 

 

 

Ehrenfeld. Die Fernsehproduzentin Christiane Ruff wollte ihr Wissen ehrenamtlich an Kinder und Jugendliche weitergeben. Deshalb setzte sie sich mit dem Ceno & Die Paten e.V. (Centrum zur nachberuflichen Orientierung) in Verbindung.

Ceno vermittelte Christiane Ruff im Freiwilligendienst "Ge-Mit Köln" daraufhin an die Offene Ganztagsschule GGS Astrid-Lindgren-Schule des Trägers Netzwerk e.V., wo Ruff mit den Grundschülern einen eigenen Film drehte. In einer Film-AG entwickelte sie mit den Schülern den Stoff für einen kurzen Film. In den Osterferien wurde die von den Kindern selbst ausgedachte Story mit dem Titel "Happy Birthday Lola" dann mit den Schülern verfilmt. Für die Dreharbeiten erhielt Christiane Ruff Unterstützung von einigen Mitarbeitern aus ihren Fernsehproduktionen, zum Beispiel von Schauspieler Sebastian Kroehnert.

Fernsehproduzentin Christiane Ruff und die Schüler der GGS Astrid-Lindgren-Schule trieben das Film-Projekt tatkräftig voran. Nach drei Monaten war das Drehbuch fertig:

Während einer verpatzten Geburtstagsfeier wird Lola entführt. Nach der Lösegeldübergabe beginnt eine gefährliche Jagd nach den Entführern, und letztlich gibt es ein "Happy End". Lola wird befreit und kann endlich mit ihren Freunden Geburtstag feiern.

Insgesamt wurde eine Woche lang in der Astrid-Lindgren-Schule gedreht: auf dem Schulhof, im Klassenraum und im Keller. Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse spielten eine Szene nach der anderen durch, wobei manche nacheinander aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen wurden. So musste Lotfi, der Entführer, bei der Lösegeldübergabe auf dem Schulhof mehrmals "Das ist eine Falle!" in Richtung Kamera sprechen und weglaufen. Am Ende der spannenden Woche war dank der Erfahrung des Filmteams und des Engagements der kleinen Schauspieler alles im Kasten.

Für Christiane Ruff, die derzeit ihren ersten Kinofilm produziert, war der Freiwilligendienst etwas ganz Neues: "Ich wollte schon immer ein Projekt mit Kindern oder Jugendlichen machen. Ich habe im Freiwilligendienst selbst eine Menge gelernt", lautete ihr Resümee. Nach Fertigstellung des Films soll es die Premiere in der Schule laufen.