
"Ein Geben und Nehmen zwischen Jung und Alt..."
Roland Krüger
Generali Zukunftsfonds

"Ich unterstütze das Patenprojekt, weil..."
Eva-Maria Heinen
Förderpatin
Etwas Sinnvolles für die Gesellschaft tun“
Zehn Jahre „Ceno“ – 85 Senioren engagieren sich heute ehrenamtlich in neun Projekten
(Von Eveline Kracht)
Schon mit 52 Jahren musste Rainer Rischke seinen Beruf aus Gesundheitsgründen an den Nagel hängen. „Nur noch aus dem Fenster gucken“ wollte der frühere Leiter einer Weiterbildungseinrichtung deshalb aber nicht, sondern seine Kompetenz weiter einsetzen. „Da war Ceno gerade richtig.“ Als Pate kümmert sich Rischke heute um sozial benachteiligte Jugendliche wie Mohammed. Der Kölner half dem 19-Jährigen, einen Ausbildungsplatz in einer Supermarkt-Filiale zu finden und mit den Problemen in der Migranten-Familie besser fertig zu werden. „Es ist faszinierend, wie sich die Dinge entwickelt haben. Das ist Pionierarbeit und macht richtig Spaß“, sagt der Frührentner.
Rainer Rischke war nicht der Einzige, der beim zehnten Geburtstag des Centrums zur nachberuflichen Orientierung (Ceno) in einer kleinen Jubiläums-Talkrunde begeistert über sein ehrenamtliches Engagement berichtete. Irene Meurer (66) schilderte, wie sie mit anderen Freiwilligen eine Geschichtswerkstatt aufgebaut hat, die demnächst ein Buch mit Erinnerungen älterer Bewohner aus Deutz publiziert. „Schul-Opa“ Karl-Heinz Kring erzählte, welche Freude es ihm macht, in der Katholischen Ganztagsgrundschule Vingst Kinder im Lesen, Schreiben und Rechnen zu fördern. „Ich war noch nie so beliebt wie in den letzten beiden Jahren“.
Vor 80 Gästen erinnerte Ceno-Geschäftsführerin Gabriele Wahlen an die „Geburtsstunde“ der erfolgreichen Engagement-Agentur, die OB Fritz Schramma als Schirmherr unterstützt: „Wir waren eine 13-köpfige Projektgruppe in der Kölner Seniorengemeinschaft, zwischen 50 und 75 Jahre alt, und haben uns Gedanken gemacht, wie wir uns sinnvoll in die Gesellschaft einbringen konnten.“
Aus dem „Brainstorming“ wurde Ceno, das vom Land geförderte Modellprojekt zur Vermittlung und Qualifizierung älterer Ehrenamtler. Heute arbeiten 85 Freiwillige der Generation 50plus in neun Ceno-Projekten mit, sie unterstützen Hauptschüler beim Einstief in den Beruf, helfen jungen Arbeitslosen bei der Jobsuche oder vermitteln Helfer in Familien zu deren Entlastung. „Ceno ist ein wichtiger Baustein im seniorenpolitischen Netzwerk in NRW geworden“, gratulierte Peter Fettweis vom Ministerium für Generationen dem Verein.
(Kölnische Rundschau/1. November 2008)



